Vom 23. bis 26. Juli 2026 richtete European Aquatics die Junioren-Europameisterschaften im Freiwasserschwimmen im ungarischen Sukoró aus. Geschwommen wurde am Velence-See an der 2024 eröffneten Katalin-Kovács-Nationale-Kajak-Akademie, auf einem Kurs mit kaum Strömung. Am Auftakttag erschwerte Wind die Rennen, der Abschlusstag war nach Angaben des Veranstalters der heißeste der Woche. Auf dem Programm standen Rennen über 5, 7,5 und 10 Kilometer, der 3-Kilometer-Knockout-Sprint sowie die 6-Kilometer-Mixed-Staffeln.
Der Deutsche Schwimm-Verband war mit 27 Aktiven angereist und beendete die Titelkämpfe mit zwei Gold- und zwei Silbermedaillen auf Rang vier des Medaillenspiegels. Beste Nation war Gastgeber Ungarn mit 13 Medaillen, darunter fünfmal Gold. Herausragende Athletin im deutschen Team war Julia Ackermann vom SC Chemnitz 1892. Sie gewann Silber über 10 Kilometer und Gold im Knockout-Sprint der Altersklasse 17 bis 19. In derselben Disziplin holte Johannes Liebmann vom SC Magdeburg Silber. Den Schlusspunkt setzte die U19-Mixed-Staffel mit Juliana Buttler, Julia Ackermann, Moritz Erkmann und Johannes Liebmann, die in 1:06:39,62 Stunden mit rund 36 Sekunden Vorsprung auf Italien Gold gewann.
Mit Jonas Lieschke und Jannik Häfelinger standen auch zwei Athleten des Hamburger SC im Aufgebot. Jonas Lieschke ging über die 7,5 Kilometer an den Start. Er schwamm zwischenzeitlich auf Rang sieben, fiel in der zweiten Rennhälfte jedoch zurück und beendete das Rennen nach 1:30:08 Stunden auf Platz 20. Der Sieg ging an den Ungarn Balint Kreisz in 1:26:23 Stunden, bester Deutscher war Ben David Preuß aus Berlin als Zehnter. Für Jonas Lieschke endete damit ein dichtes Wettkampfprogramm, denn erst Mitte Juli hatte er bei der Junioren-EM im Becken in München im Finale der 4-mal-200-Meter-Freistilstaffel gestanden, die Rang vier belegte.
Jannik Häfelinger trat im Knockout-Sprint der Altersklasse 14 bis 16 an. Die erste Runde über 1.500 Meter überstand er in 16:19,80 Minuten, in der zweiten Runde über 1.000 Meter schied er als Siebter seines Laufs in 10:47,01 Minuten aus. Das Finale gewann der Ungar Zeteny Sarkany, der in Sukoró insgesamt dreimal Gold holte. Jannik Häfelinger kam zusätzlich in der U16-Mixed-Staffel zum Einsatz. Gemeinsam mit Julia Franziska Kaul, Zarina Selimovic und Pedro Stier belegte er in 1:10:14 Stunden Platz fünf, der Sieg ging an Ungarn.
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