Bei den Europameisterschaften der Juniorinnen und Junioren im Beckenschwimmen (European Aquatics Junior Swimming Championships) vom 7. bis 12. Juli 2026 in der Münchner Olympia-Schwimmhalle gingen mit Mira Helget, Evelyn Wegrotzki und Jonas Lieschke drei Aktive aus Hamburger Vereinen für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) an den Start. Sie gehörten zum insgesamt 38-köpfigen DSV-Aufgebot.
Aus Hamburger Sicht war insbesondere Mira Helget (AMTV-WTB Hamburg, Jahrgang 2009) sehr erfolgreich. Über 200m Rücken untermauerte sie ihre Ambitionen bereits im Vorlauf mit der drittschnellsten Zeit (2:13,49). Im Finale belegte sie schließlich in 2:14,85 Rang sechs . Über die 200m Lagen sicherte sie sich in 2:18,15 den siebten Finalplatz. Abgerundet wurden ihre starken Starts durch Platz zwölf über 400m Lagen (4:53,86) und Rang 39 über 100m Rücken (1:04,32). Auch Evelyn Wegrotzki (SG HT16 Hamburg, Jahrgang 2010), eine der jüngsten Teilnehmerinnen im Feld, schaffte den Sprung unter die europäischen Top 8. In ihrem ersten JEM-Endlauf über 200m Schmetterling schlug sie als Sechste an, nachdem sie sich im Halbfinale auf starke 2:13,57 gesteigert hatte. Auf den weiteren Strecken bewies sie ihre Vielseitigkeit und belegte Platz 24 über 100m Schmetterling (1:02,30), Rang 26 über 400m Lagen (5:01,83) und Platz 33 über 200m Lagen (2:24,01). Jonas Lieschke (Hamburger SC, Jahrgang 2009) stellte seine Ausdauerqualitäten auf den langen Freistilstrecken im Becken unter Beweis. Er erreichte Rang 16 über 800m Freistil (8:12,85) sowie Platz 17 über 1500m Freistil (15:57,97). Über die 200m Distanz landete er auf Platz 25 (1:51,85). Einen packenden Kampf lieferte er zudem mit der deutschen 4x200-Meter-Freistilstaffel. Das Quartett verpasste das Podest als Vierter nur hauchdünn in 7:20,21 Minuten, wobei Jonas eine starke Teilzeit von 1:50,39 Minuten ins Wasser brachte.
Insgesamt beendete das DSV-Team die Heim-Titelkämpfe mit fünf Medaillen (einmal Gold, zweimal Silber, zweimal Bronze) auf Rang zehn des Medaillenspiegels. Für das einzige deutsche Gold sorgte Linda Roth (SC Magdeburg) über 200m Freistil in 1:57,79 Minuten. Für das Hamburger Trio war diese stimmungsvolle Heim-EM ein Meilenstein und ein wertvolles Fundament auf internationaler Bühne für die kommenden Saisons.
Nach 40 Jahren fand wieder ein kontinentaler Nachwuchs-Höhepunkt auf deutschem Boden statt. Ein eigener „Fanblock Deutschland“ sorgte für echte Heimspiel-Stimmung auf den Rängen der geschichtsträchtigen Olympia-Schwimmhalle. Dass die Titelkämpfe ein Fest für die gesamte Schwimmfamilie waren, zeigte auch das vielseitige Rahmenprogramm. Im Anschluss an die Vorläufe öffnete sich beispielsweise das EM-Becken am 11. Juli für die Jedermann-Staffel „Family & Friends“ über 4x50m Freistil. Hierbei gingen Teams aus jeweils zwei Erwachsenen und zwei Kindern oder Jugendlichen an den Start, wo sonst Europas beste Nachwuchstalente um Medaillen kämpften.
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