Vom 10. bis 12. Mai 2026 traff sich die internationale Elite des Para Schwimmens in der Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) zu den Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM). Die traditionsreiche Veranstaltung gilt seit Jahren als eines der wichtigsten Para-Schwimm-Meetings weltweit und folgt in diesem Jahr direkt auf die Para Swimming World Series in Berlin.
Für die Wettbewerbe in Berlin haben sich insgesamt 419 Aktive aus 61 Nationen angekündigt. Damit erreicht das Berliner Para-Schwimmen 2026 ein Niveau, das selbst viele Weltmeisterschaften übertrifft. Neben den deutschen Spitzenathletinnen und -athleten werden zahlreiche internationale Paralympics-Medaillengewinner erwartet.
Die IDM zieht Teams aus Europa, Asien, Afrika, Ozeanien und Amerika an. Unter den gemeldeten Nationen finden sich u. a. Brasilien, Spanien, Tschechien, Island, die Niederlande, Italien, die Schweiz und viele mehr. Die Mischung aus etablierten Para‑Sportnationen und kleineren Verbänden macht den besonderen Charakter des Events aus.
Geschwommen wird nach dem internationalen Klassifizierungssystem des Para Sports. Die Athletinnen und Athleten werden dabei je nach Art und Ausmaß ihrer Beeinträchtigung in sogenannte Startklassen eingeteilt. Im Schwimmen reichen diese Klassen beispielsweise von S1 bis S14. Dadurch sollen möglichst faire Wettbewerbe entstehen, bei denen vergleichbare körperliche Voraussetzungen gegeneinander antreten.
Da Athleten verschiedener Startklassen in gemeinsamen Läufen starteten, wurde die erbrachte Zeit in eine Punktzahl umgerechnet. Diese berechnet sich aus dem Verhältnis der geschwommenen Zeit zum aktuellen Weltrekord der jeweiligen Startklasse. Diese Methode ermöglichte eine direkte Vergleichbarkeit der Leistungen über alle Beeinträchtigungsgrade hinweg und bildete die Grundlage für die Vergabe der Medaillen in der Offenen Wertung.
Die Veranstaltung bot nicht nur hochklassigen Sport, sondern auch die Möglichkeit zur internationalen Klassifizierung – ein entscheidender Schritt für Athlet*innen auf dem Weg zu den Paralympics 2028 in Los Angeles. Zudem galt die IDM als letzte Chance, Normzeiten für die Europameisterschaften 2026 in der Türkei zu erfüllen.
Auch vier Schwimmerinnen aus Hamburg gingen in Berlin an den Start und sicherten sich diverse Top-Platzierungen und Finalteilnahmen!
Das Protokoll findest ihr hier: Link
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