| | Newsletter August/2026 | Aktuell · Kompakt · Mittendrin |
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Moin Claus,
es war wieder einiges los im Schwimmsport – und noch mehr steht bevor. Wir blicken zurück auf die vergangenen Wettkämpfe, feiern starke Leistungen und schauen schon gespannt auf die nächsten Termine.
Viel Spaß beim Lesen! | | | Ausblick - auf was können wir uns im kommenden Monat freuen | 04.-08.08.2026 Schwimm-Europameisterschaft im Freiwasserschwimmen 10.-16.08.2026 Schwimm-Europameisterschaft im Beckenschwimmen 18.-24.08.2026 Masters Europameisterschaft im Beckenschwimmen 26.-28.08.2026 Masters Europameisterschaft im Freiwasserschwimmen |
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| | | Vom 31. Juli bis 16. August 2026 richtet Paris die Schwimm-Europameisterschaften aus. Knapp 100 Jahre nach der Premiere in Budapest kämpfen Europas beste Schwimmerinnen und Schwimmer dort um die Medaillen. Mit Björn Kammann vom AMTV-WTB Hamburg ist auch ein Hamburger Schwimmer dabei. Vom 10. bis zum 16. August werden die Titel im Beckenschwimmen im Centre Aquatique Olympique in Saint-Denis vergeben. Der Deutsche Schwimm-Verband nominierte dafür ein 40-köpfiges Aufgebot mit 15 Frauen und 25 Männern, angeführt von Olympiasieger Lukas Märtens, Weltmeisterin Anna Elendt und dem zweimaligen WM-Zweiten Sven Schwarz. Björn Kammann sicherte sich sein EM-Ticket bei den Deutschen Meisterschaften Ende April in Berlin. Über die 100m Schmetterling unterbot er in 0:51,88 die geforderte Normzeit und gewann Bronze, über 200m Schmetterling folgte in 1:56,66 Minuten sogar der Meistertitel und die zweite EM-Norm. Bei der gerade stattgefundenen Generalprobe in Hannover setzte der Hamburger noch ein Ausrufezeichen. Bei der Premiere der Deutschen Sprint- und Lagenmeisterschaften im Rahmen der Finals gewann er überraschend Gold im neuen Elimination Race über 50m Rücken und verwies dabei den deutschen Rekordhalter Ole Braunschweig auf Rang zwei. Den Auftakt der Schwimmentscheidungen machen wie schon bei den vergangenen Weltmeisterschaften die Freiwasserwettbewerbe. Vom 4. bis zum 8. August fallen die Medaillen in der Seine, im Bras de Grenelle in Sichtweite des Eiffelturms. Dort führt Florian Wellbrock das achtköpfige DSV-Team an. Der vierfache Weltmeister von Singapur 2025 tritt in allen vier Wettbewerben an, dämpfte zuletzt aber die Erwartungen. Nach einer Saison, die nicht nach Plan verlief, habe er seine Medaillenhoffnungen nach eigenen Worten auf ein Minimum zurückgeschraubt. Von Paris aus geht es dann für ihn nach Kalifornien. Vom 12. bis 15. August starten Florian Wellbrock und Jeannette Spiwoks bei den Pan Pacific Championships. Für Florian Wellbrock ist der Freiwasserwettkampf nach der WM in Paris ein wichtiger Test für die Olympischen Spiele 2028. Eine Premiere gibt es im Programm der diesjährigen EM. Erstmals in der EM-Geschichte sind Para-Wettbewerbe integriert. Am Finalwochenende (15./16. August) finden Wettkämpfe über die über 50m und 100m Freistil statt. Die eigenständige Para-Schwimm-EM folgt hingegen vom 7. bis 12. September im türkischen Kocaeli. Ursprünglich sollte diese in den Niederlanden stattfinden. Der niederländische Verband hat die Ausrichtung jedoch Ende Februar 2026 zurückgezogen, weil russische und belarussische Aktive unter eigener Flagge antreten dürfen. Für Björn Kammann und das deutsche Team bietet die EM zur Halbzeit des Olympiazyklus eine Standortbestimmung auf dem Weg nach Los Angeles 2028. mehr Details im Stream zu sehen | | |
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| Vom 18. bis 30. August 2026 vereinen die European Aquatics Masters Championships fünf Disziplinen in drei Städten der Slowakei und Österreichs. Unter dem Motto „United by Water" richten damit erstmals zwei Länder gemeinsam eine Masters-Europameisterschaft aus. Den Auftakt bilden die Beckenwettbewerbe im slowakischen Šamorín. Sie finden vom 18. bis 24. August statt. Austragungsort ist das slowakische Olympia-Trainingszentrum „x-bionic sphere". Hier steht ein 50m Außenbecken mit zehn Bahnen und ein 25m Einschwimmbecken auf dem Gelände zur Verfügung. Erfahrung mit internationalen Titelkämpfen hat die Anlage. Bereits im Jahr 2023 war sie Schauplatz der Freiwasser-Europameisterschaften und im Jahr 2025 wurde die Junioren-EM und die U23-EM im Schwimmen dort ausgetragen. Abweichend von den Jahren 2020 bis 2024 gibt es in diesem Jahr wieder ein eigenes Masters Event, das nicht am gleichen Ort wie die Europameisterschaft der offenen Klasse ausgetragen wird. Eine solche eigenständige Veranstaltung hatte zuletzt im Jahr 2018 stattgefunden, als die Elite in Glasgow und Edinburgh startete, während die Masters ihre Titelkämpfe im slowenischen Kranj und in Bled austrugen. In den darauffolgenden Jahren fanden beide Wettbewerbe stets am selben Standort statt. Ein Novum ist zudem das Inklusionsmodell. Aktive mit Behinderung starten vollständig integriert im regulären Wettkampfprogramm, also in denselben Rennen und in Startlisten, die sich nach den offiziellen Meldezeiten richten. Die Veranstalter haben dafür barrierefreie Zugänge, Unterkünfte und Vorbereitungsbereiche an allen Wettkampfstätten eingeplant. Auch das Freiwasserschwimmen ist in Šamorín zu Gast. Als Strecke dient ein Donau-Seitenarm direkt am Sportkomplex. Insgesamt finden drei Rennen vom 26. bis 28. August statt. Das letzte Rennen bildet zugleich das Finale der neuen European Aquatics Masters Open Water Swimming Tour, die zuvor Station in Protaras auf Zypern und im ungarischen Sukoro gemacht hat. In Šamorín folgt auf die Schwimmwettbewerbe das Wasserballturnier. Die Wettbewerbe im Synchronschwimmen finden vom 19. bis 23. August im renovierten Bad Pasienky in Bratislava statt. Im österreichischen Graz messen sich die Wasserspringerinnen und Wasserspringer vom 24. bis 29. August im Auster Sport- und Wellnessbad. Wie groß das Teilnehmerfeld ausfällt, steht noch nicht fest, da die Meldefist erst am 31. Juli endete und das Meldeergebnis noch nicht online ist. In Belgrad gingen im Jahr 2024 nach Verbands- und Vereinsangaben rund 2.500 Aktive an den Start, darunter etwa 200 aus Deutschland. Im Beckenschwimmen stellte der DSV mit knapp 600 Einzelmeldungen das größte Kontingent aller Nationen. Für 2026 rechnet European Aquatics nach eigenen Angaben mit einer Rekordbeteiligung. Auch aus Hamburg gibt es mehrere Meldungen! mehr Details |
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Rückblick - was geschah in den Wettkampfbecken? |
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| Vom 3. bis 5. Juli richtete die SG HT16 Hamburg im Auftrag des Hamburger Schwimmverbandes die Hamburger Jahrgangsmeisterschaften mit Jugendmehrkampf sowie die Offenen Hamburger Meisterschaften aus. Im Landesleistungszentrum Hamburg-Dulsberg bestritten 420 Aktive (222 weiblich, 198 männlich) aus 17 Vereinen und Startgemeinschaften insgesamt 1.863 Einzel- und 30 Staffelstarts. Das Programm umfasste 54 Wettkämpfe in fünf Abschnitten. Für die Jahrgänge 2015 und 2016 stand verbindlich der Jugendmehrkampf auf dem Programm, dessen Sieger sich über fünf Pflichtübungen ermittelten. Organisatorisch verlief die Veranstaltung durchweg reibungslos. Mehrere Schiedsrichter in Ausbildung nutzten den Wettkampf, um ihre letzten erforderlichen Praxiseinsätze zu absolvieren. Dabei leiteten sie ihre Wettkampfabschnitte souverän, ruhig und sicher. Positiv hervorzuheben ist zudem, dass die Protokolle stets sehr zeitnah ausgehängt wurden. Ein ergänzender Online-Ergebnisdienst hätte den Informationsfluss für Aktive, Trainerinnen und Trainer sowie Angehörige jedoch zusätzlich verbessert und wäre eine sinnvolle Bereicherung gewesen. Vor allem am Sonnabend während des zweiten und dritten Wettkampfabschnitts sowie am Sonntag im vierten Abschnitt war die Schwimmhalle sehr gut besucht. Die bei hoher Auslastung der Halle gewohnt anspruchsvolle Luftqualität ließ sich unter diesen Bedingungen kaum vermeiden. Für die Verpflegung sorgte der Ausrichter mit dem bewährten Angebot aus Kuchen, Waffeln, Würstchen und Getränken. Ergänzend präsentierte die Firma MWS an einem eigenen Stand Schwimmzubehör. Traditioneller Höhepunkt zum Abschluss war die Vergabe des Werner-Groth-Pokals, den der Hamburger Schwimmverband alljährlich als Wanderpreis für die beste Nachwuchsarbeit vergibt. In die Wertung flossen in diesem Jahr die Jahrgänge 2013 bis 2016 ein. Der Pokal ging an den Hamburger SC, der damit seinen Vorjahrestitel verteidigte. Wie bereits in den vergangenen Jahren kam es erneut zu Verzögerungen beim Beginn einzelner Abschnitte. Einige Sportlerinnen und Sportler, vor allem aus den Hamburger Verbandsgruppen, beendeten das Einschwimmen trotz mehrfacher Ermahnungen der Sprecherin nicht rechtzeitig. Hier sind auch die Trainer gefordert, auf ihre Aktiven einzuwirken, damit die Veranstaltung im kommenden Jahr noch reibungsloser ablaufen kann. mehr Details |
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| Vom 17. bis 19. Juli 2026 richtete der Schwimmverein Gera e.V. im Hofwiesenbad die 57. Deutschen Meisterschaften der Masters über die kurzen Strecken aus. Für Gera war es nach 2016 und 2022 bereits die dritte Austragung dieser Titelkämpfe. Die Bezeichnung „Kurze Strecke“ bezieht sich auf das Wettkampfprogramm, nicht auf die Beckenlänge, denn geschwommen wurde auf der Langbahn im 50m Becken. Das Hofwiesenbad, das nach einer Dachsanierung Anfang Januar 2026 wiedereröffnet wurde, bot acht Wettkampfbahnen mit elektronischer Zeitmessung. Neben dem Wettkampfbecken standen den Aktiven weitere Becken zum Ein- und Ausschwimmen zur Verfügung. Insgesamt hat der Veranstalter damit optimal Bedingungen zur Verfügung gestellt. Das Programm war klar sprintorientiert und umfasste die 50‑ und 100m‑Distanzen in allen vier Lagen. Als längste Einzelwettbewerbe standen die 200m Freistil und 200m Lagen auf dem Plan, ergänzt durch zahlreiche Staffeln. Laut offiziellem Protokoll gingen 834 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (385 Frauen, 449 Männer) mit 2.458 Einzel- und 374 Staffelmeldungen an den Start. Der Ausrichter hatte im Vorfeld rund 1.000 Aktive erwartet. Auch der Hamburger Schwimm-Verband war mit Athletinnen und Athleten des Hamburger SC, der HNT Hamburg, der SGS Hamburg und des Walddörfer SV vertreten. Aus Hamburger Sicht war Marcus Protze (HNT Hamburg, AK 35) der erfolgreichste Teilnehmer. Er gewann zwei Meistertitel und erreichte zwei weitere Podestplätze: 100m Brust (1:11,24) – 1. Platz 50m Brust (0:31,50) – 1. Platz 100m Freistil (0:56,22) – 2. Platz 50m Schmetterling (0:27,72) – 2. Platz
Ebenfalls zweifacher Deutscher Meister wurde Alexander Chklar (SGS Hamburg, AK 45): 100m Brust (1:14,61) – 1. Platz 50m Brust (0:33,20) – 1. Platz 200m Freistil (2:18,24) – 2. Platz
Zwei weitere Podestplätze komplettieren die Hamburger Bilanz: Andy Paulig (Walddörfer SV, AK 40): 2. Platz 50m Rücken (0:34,27) Karina Brügge (HNT Hamburg, AK 30): 3. Platz 100m Brust (1:25,89)
Darüber hinaus gab es zahlreiche starke Top‑10‑Platzierungen. In den Mixed‑Staffeln der Altersklasse 100+ verpasste das Quartett des HSC über 4×100m Lagen als Vierter (5:04,27) nur knapp das Podium. Für den sportlichen Höhepunkt der Meisterschaften sorgte eine Athletin außerhalb Hamburgs. Helga Reich (Jahrgang 1936, SC Wiking Herne 1921) stellte in der Altersklasse 90 über 50m Schmetterling in 1:21,35 Minuten einen Welt-, Europa- und Deutschen Altersklassenrekord auf. Insgesamt verzeichnet das Protokoll 17 neue Deutsche Altersklassenrekorde in Einzel- und Staffelwettbewerben. weitere Details |
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| Am 18. Juli 2026 hat der Verein Startschuss Queer Sport Hamburg e.V. den 9. Hamburg Queer Cup in der Schwimmhalle Inselpark in Hamburg-Wilhelmsburg ausgerichtet. Der Queer Cup versteht sich als offener Wettkampf der LGBTQIA+-Community und steht allen Schwimmenden offen, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Herkunft. Auf der 25m Bahn mit automatischer Zeitmessung standen 22 Wettkämpfe in zwei Abschnitten auf dem Programm, von den Sprintstrecken bis zu den 800m Freistil sowie sechs Staffelwettbewerben. Die internationale Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes verdeutlichte die wachsende Bedeutung der Veranstaltung über die Landesgrenzen hinaus. Neun Vereine reisten aus dem Ausland an, darunter Gay Swim Amsterdam und PSV Masters Eindhoven aus den Niederlanden, Aquamen Prague und Swim Masters Zlín aus Tschechien sowie Teams aus Irland, Belgien, Österreich und der Schweiz. Aus Deutschland kamen Mannschaften aus insgesamt acht Landesschwimmverbänden, von Berlin über Nordrhein-Westfalen bis Württemberg. Laut Meldeergebnis gingen insgesamt 108 Schwimmerinnen und Schwimmer an den Start, gemeldet waren 423 Einzel- und 27 Staffelstarts. Sportlich stand bei vielen Teilnehmenden vor allem der gemeinsame Wettkampf und weniger die Jagd nach Spitzenleistungen im Vordergrund. Das zeigt auch ein Blick auf die erzielten Masters-Punkte. Die höchste Punktzahl des Tages erreichte Erik Lang vom Sanitäts-SV Hamburg 1889. Für seinen Sieg über 200m Brust in der Altersklasse 55 in 2:47,13 Minuten erhielt er starke 831 Masters-Punkte. Die Mehrzahl der erzielten Leistungen bewegte sich jedoch im Bereich von unter 500 Masters-Punkten. Eingebettet war der Wettkampftag in ein Rahmenprogramm vom 17. bis 19. Juli 2026 mit Empfang und Abendparty. weitere Details
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| | | | 7. bis 12. Juli in München | | |
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|  | | | 23. bis 26. Juli in Hannover | | |
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| | | | | 23. bis 26. Juli in Ungarn | | |
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| | weitere News rund um den Schwimmsport |
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Top 30 Platzierungen Hamburger Vereine bei der DMSJ 2025 Deutscher Bundestag verabschiedet Sportfördergesetz (SpoFöG) Europäischer Gerichtshof urteilt zur Veröffentlichung von Doping-Sündern |
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| Der DSV hat die Top 30 Platzierungen aus dem abgeschlossenen DMSJ Wettbewerb 2025 veröffentlicht. Die Platzierungen 1-12 (D- sowie C-Jugend) sowie 1-8 (B- und A-Jugend) ergeben sich aus dem Bundesfinale, die übrigen aus den jeweiligen Landesentscheiden. Die Hamburger Vereine erzielten demnach folgende Ergebnisse:
Jugend D weiblich: SGS Hamburg Platz 28 Jugend D männlich: Hamburger SC Platz 19 Jugend C männlich: Hamburger SC Platz 4 Jugend B weiblich: SG HT 16 Platz 4 Jugend B männlich: SG HT 16 Platz 25 Hamburger SC Platz 29 Jugend-A weiblich: SG Hamburg-West Platz 27 AWV 09 Platz 28 Jugend-A männlich: Hamburger SC Platz 9 SGS Hamburg Platz 28 SV Poseidon Hamburg Platz 30 mehr Details
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| Der Deutsche Bundestag hat am 10. Juli 2026 das Sportfördergesetz (SpoFöG) verabschiedet. Dafür stimmten Union, SPD, AfD und Grüne, dagegen die Linksfraktion. Damit steht die Spitzensportförderung des Bundes erstmals auf einer eigenen gesetzlichen Grundlage. Erklärtes Ziel ist es, den deutschen Spitzensport international wieder konkurrenzfähiger zu machen und die Voraussetzungen für eine Olympiabewerbung zu verbessern. Zentrales Element des Gesetzes ist die Einrichtung einer unabhängigen Spitzensport Agentur mit Sitz in Leipzig. Die neue Stiftung des öffentlichen Rechts soll künftig gebündelt über die Verwendung der Bundesmittel entscheiden. Geführt wird sie von einem zweiköpfigen Vorstand. Die Agentur übernimmt die Förderung der Verbände und die direkte Unterstützung von Athletinnen und Athleten. Zudem verantwortet sie die wissenschaftliche Begleitung sowie die Förderung und mögliche Neuausrichtung von Olympia- und Bundesstützpunkten. Auch die Festlegung der Bundeskader und sportartübergreifender Kriterien gehört zu ihren Aufgaben. Diese Entscheidungen wirken im Schwimmsport bis in die Trainingsgruppen hinein und betreffen auch den Bundesstützpunkt Hamburg am Dulsbergbad. Im parlamentarischen Verfahren wurden zwei zusätzliche Punkte aufgenommen, die über den Spitzensport hinausreichen. Der Safe Sport Code wird zur Fördervoraussetzung, sodass Schutzstandards nicht länger auf freiwilligen Selbstverpflichtungen beruhen. Außerdem wird gute Verbandsführung mit transparenten Abläufen und klaren Zuständigkeiten als Förderziel festgeschrieben. Kritik kommt von der Athletenvertretung. Kurz vor der Abstimmung wurde der Stiftungsrat von neun auf zehn Mitglieder erweitert. Der zusätzliche Sitz geht an den Deutschen Olympischen Sportbund, der nun vier Personen entsendet, darunter eine aus der Athletenkommission. Ein eigener Platz für eine unabhängige Athletenvertretung ist jedoch nicht vorgesehen. Athleten Deutschland e.V., die Interessenvertretung der Kaderathletinnen und Kaderathleten, hatte diesen ursprünglich für sich gefordert. Offen bleiben noch verschiedene soziale Fragen des Spitzensports, beispielsweise Regelungen zur Krankenversicherung während der aktiven Laufbahn, zur Altersvorsorge und zur Absicherung bei Verletzungen oder beim Karriereende und zum Mutterschutz. Der Bundesrat soll sich bis Ende September 2026 abschließend mit dem Gesetz befassen. In Kraft treten soll es dann im Oktober 2026. Die Gründung der Agentur ist möglichst zeitnah danach vorgesehen. Der vollständige Förderzyklus beginnt allerdings erst nach den Olympischen Sommerspielen in Los Angeles. Kurzfristige Veränderungen für die Hamburger Trainingsgruppen sind also nicht zu erwarten. mehr Details |
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| Der Europäische Gerichtshof hat am 14. Juli 2026 entschieden, dass die namentliche Online-Veröffentlichung gesperrter Profisportlerinnen und Profisportler mit dem europäischen Datenschutzrecht grundsätzlich vereinbar sein kann (Rechtssache C-474/24). Zulässig sind die Nennung von Name, Dauer und Gründe der Sperre, wenn die zuständige Stelle vorher im Einzelfall abwägen kann und die Veröffentlichung verhältnismäßig ist. Betroffene müssen zudem vorbeugend Beschwerde bei der Datenschutzbehörde einlegen können. Geklagt hatten vier Athletinnen und Athleten gegen die NADA Austria, die Dopingsünder veröffentlicht. Für Deutschland ändert sich zunächst nichts. Die deutsche NADA hat die systematische Veröffentlichung von Sanktionsentscheidungen seit dem Jahr 2020 eingestellt, weil die zuständige Aufsichtsbehörde in Nordrhein-Westfalen dafür keine tragfähige Rechtsgrundlage sieht. Verstöße nennt sie seither anonymisiert im Jahresbericht. Nach Auskunft der NADA sind seit Einstellung der Veröffentlichungen 99 Fälle nicht mehr systematisch auf der eigenen Website bekanntgegeben worden. Bei 23 dieser Fälle habe die NADA den Fall jedoch öffentlich kommentiert oder eine Presseveröffentlichung vorgenommen. Nach Medienberichten aus dem Frühjahr 2025 sollen sich die mehr als 70 nicht öffentlich gemachten Fälle auf 18 olympische Sportarten verteilen, darunter leider auch aus dem Schwimmsport. Die NADA begrüßt das Urteil und sieht die Anti-Doping-Arbeit gestärkt. Nun werde geprüft, ob und inwiefern gesetzliche Vorschriften in Deutschland angepasst werden müssen. mehr Details |
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Bis zum nächsten Mal und viel Erfolg bei den kommenden Wettkämpfen!
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